Eine umfassende Studie und Untersuchung des kulturellen und historischen Wertes der 25-Dinar-Banknote der Irakischen Republik (1981–1982, Hijri-Kalender 1401–1402)
Die 25-Dinar-Banknote der Republik Irak zählt zu den wichtigsten Banknoten, die die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Nahen Ostens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts widerspiegeln. Insbesondere die zwischen 1981 und 1982 ausgegebene Serie gilt als repräsentative Banknote, die symbolisch die nationale Identität und das historische Erbe des Landes verkörpert. Herausgegeben von der Zentralbank des Irak, zirkulierte sie als relativ hochwertige Banknote im damaligen Währungssystem. Die Ausgabejahre entsprechen 1981 und 1982 im Gregorianischen Kalender und 1401 und 1402 im Islamischen Kalender (Hijri-Kalender). Dies verdeutlicht, wie sich das islamische Zeitverständnis und die religiösen Traditionen im Design der Banknote widerspiegeln.
Diese Banknote misst etwa 175 x 80 Millimeter und besteht aus traditionellem Papier. Sie ist ein typisches Beispiel aus der Zeit vor der Verbreitung von Polymerbanknoten, und ihre faserige Struktur, der Farbauftrag und die Gebrauchsspuren im Laufe der Zeit sind wichtige Merkmale, die Sammler schätzen. Darüber hinaus weist die gesamte Banknote einen mehrfarbigen Hintergrund auf, der hauptsächlich in Grün und Braun gehalten ist und sowohl ihre optische Attraktivität steigert als auch Fälschungen erschwert.
Die Vorderseite der Banknote zeigt drei arabische Pferde im Zentrum, ein Symbol von großer kultureller Bedeutung im Irak und im Nahen Osten. Arabische Pferde, geschätzt für ihre Eleganz, Ausdauer und historische Bedeutung, wurden seit der Antike von Königen und Kriegern verehrt. Dieses Motiv auf der Banknote symbolisiert Nationalstolz, Tradition und Stärke. Die Pferde sind in einer dynamischen Pose dargestellt, wobei die detailgetreue Linienführung die Bewegung ihrer Muskeln und die Beschaffenheit ihres Fells realistisch wiedergibt. Diese exquisite Detailgenauigkeit zeugt vom hohen Stand der Drucktechnik jener Zeit und unterstreicht zugleich den hohen künstlerischen Wert der Banknote.
Auf der rechten Seite der Vorderseite der Banknote sind der Nennwert und der Name der ausstellenden Behörde in arabischer Sprache eingraviert, zusammen mit Formulierungen wie „البنك المركزي العراقي (Zentralbank des Irak)“ und „خمسة وعشرون ديناراً (25 Dinar)“. Darüber hinaus zieren dekorative geometrische Muster und Arabesken, charakteristisch für islamische Kunst, verschiedene Teile der Banknote. Diese Gestaltungselemente spiegeln den religiösen und kulturellen Hintergrund wider. Da Götzendienst in der islamischen Kultur eingeschränkt ist, haben sich geometrische Muster und Pflanzenmotive entwickelt, die auf Banknoten Anwendung finden.
Die Rückseite zeigt einen Brunnen im Innenhof des Abbasidenpalastes in Bagdad. Dieses Gebäude ist ein bedeutendes historisches Erbe und symbolisiert das Goldene Zeitalter des Islam, eine Ära, in der Wissenschaft, Literatur und Philosophie ihre Blütezeit erlebten. Die Abbildung eines solchen Gebäudes auf einer Banknote soll vermutlich den historischen Ruhm und das kulturelle Erbe des Landes hervorheben. Die zentrale Bogenkonstruktion und die geometrischen Verzierungen sind typische Merkmale islamischer Architektur und bestechen durch ihre visuelle Wirkung.
Eines der Sicherheitsmerkmale ist das Wasserzeichen. Diese Banknote trägt einen Pferdekopf als Wasserzeichen, der sichtbar wird, wenn man sie gegen das Licht hält. Zusätzlich ist ein etwa 0,4 Millimeter breiter Sicherheitsfaden in die Banknote eingearbeitet, der ebenfalls ein wichtiges Fälschungsschutzmerkmal darstellt. Darüber hinaus zeugt die raffinierte Kombination aus feinem Druck, dezenten Mustern und Farbabstufungen von einem für die damalige Zeit hochentwickelten Sicherheitsdesign.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Seriennummern dieser Banknoten für jede einzelne Banknote einzigartig sind und es mehrere Ausgabejahre gibt. Das bedeutet, dass all diese Informationen zufällig vergeben werden. Daher garantiert eine bestimmte Nummer oder ein bestimmtes Jahr nicht unbedingt einen hohen Wert; vielmehr sind Faktoren wie der Zustand und das Vorhandensein seltener Varianten die Bewertungskriterien. Dies ist ein entscheidender Punkt, den man beim Sammeln von Banknoten beachten sollte.
Historisch betrachtet fielen die frühen 1980er Jahre, als diese Banknoten ausgegeben wurden, in die Hochphase des Iran-Irak-Krieges (1980–1988), einer Zeit, die die Staatsfinanzen und die Wirtschaft erheblich beeinträchtigte. Die Tatsache, dass unter diesen Umständen hochwertige Banknoten ausgegeben wurden, kann als Ausdruck des Bestrebens interpretiert werden, die nationale Stabilität und Glaubwürdigkeit zu wahren. Darüber hinaus wurde diese Banknotenserie 1993 offiziell abgewertet und ein neues Währungssystem eingeführt.
Auf dem Sammlermarkt ist diese 25-Dinar-Banknote relativ begehrt, und Exemplare in unzirkuliertem Zustand (UNC) oder mit besonders guter Erhaltung erzielen hohe Preise. Unterschiede im Ausgabejahr, in den Unterschriften und in den Druckchargen sind ebenfalls wichtige Kriterien für Sammler. Laut Daten von Numista und anderen Quellen variiert der Wert je nach Zustand erheblich, wobei unzirkulierte Exemplare tendenziell zu relativ hohen Preisen gehandelt werden.
Aus kultureller Sicht ist diese Banknote nicht bloß Zahlungsmittel, sondern ein kleines Kunstwerk, das die Geschichte, Religion, Kunst und Natur des Irak in sich vereint. Elemente wie das arabische Pferd, islamische Architektur und geometrische Muster tragen jeweils eine tiefe Bedeutung und dienen dazu, die nationale Identität visuell zu vermitteln. Darüber hinaus ist es von Bedeutung, dass die Banknote uns die Ästhetik und die Werte der islamischen Kultur erfahrbar macht.
Insgesamt ist diese irakische 25-Dinar-Banknote eine äußerst wertvolle Währung mit vielfältigen historischen, kulturellen, künstlerischen und wirtschaftlichen Aspekten. Sie ist daher nicht nur für Banknotensammler, sondern auch für Historiker und Kulturforscher ein interessantes Objekt. Es ist wichtig zu betonen, dass Ausgabejahr und Seriennummer auf jeder Banknote zufällig vergeben werden und somit einzigartig sind. Dieses Verständnis ist für die Bewertung und das Sammeln von Banknoten unerlässlich. Diese Perspektive ermöglicht ein tieferes Verständnis der Weltgeschichte und -kultur anhand von Banknoten.
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